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Kaffkieker erhält großen Zuspruch | Meldung vom 21.02.2013

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Schienenbus zwischen Hoya und Eystrup etabliert
Seit dem VLN-Fahrplanwechsel im Dezember letzten Jahres ist der sog. Kaffkieker der Verkehrsbetriebe Grafschaft Hoya GmbH (VGH) regelmäßig zwischen Hoya und Eystrup im Einsatz.

Die Gründe für eine Renaissance des Schienenverkehrs auf dieser Strecke lagen für die VGH auf der Hand:
In den Wintermonaten stoßen die Linienbusse während der Hauptlastzeiten an ihre Kapazitätsgrenzen, zudem erhöht sich die Anzahl der zu befördernden Schüler/innen in diesem Bereich kontinuierlich. Auch der Bau der Eisenbahnüberführungsbrücke in Hassel stellte die VGH vor nicht unerhebliche linien- und fahrplantechnische Herausforderungen. Vor einer möglichen Anschaffung eines zusätzlichen Linienbusses wurde die Idee im Einvernehmen mit dem Landkreis Nienburg/Weser und der Samtgemeinde Grafschaft Hoya in die Tat umgesetzt, die bestehende Schieneninfrastruktur mit dem bekannten Schienenbus Kaffkieker zu nutzen.

Trotz anfänglicher Kritik aufgrund von längeren Fahrzeiten und er-forderlichen Umstiegs am Bahnhof Hoya, wissen die Schüler/innen nunmehr die Vorzüge dieser Alternative zur Schülerbeförderung mit herkömmlichen Linienbussen auch zu schätzen. Dies ergab eine Umfrage der VLN vor Ort. Im Vergleich zu einem Gelenkbus, weist der Schienenbus über 30 Sitzplätze mehr aus. Dies bedeutet auf dem Schulweg weniger Gedränge und mehr Platz für den Einzelnen.

Auch der Service im Fahrzeug kommt gut an. Besonders jüngere Schüler/innen fühlen sich angesichts der drei ständig anwesenden Servicekräfte der VGH sicherer. Das VGH-Personal öffnet und schließt die Türen, überwacht so den Ein- und Ausstieg und sorgt dafür, dass auch wirkliche jeder Schüler an seiner Haltestelle aussteigen kann und diese nicht verpasst. Gleichzeit ist das Personal auch immer Ansprechpartner und sorgt so auch für Ruhe im Fahrzeug. Daniela Brünjes, Verkehrsdisponentin der VGH bestätigt: „Die Schüler haben sich gut an die Beförderung mit dem Kaffkieker gewöhnt. Die Fahrten sind sehr entspannt.“

Das finden auch zwei 14-jährige Jungen aus Gandesbergen, obwohl sie sich auch an den längeren Fahrzeiten stören. Für fünf Achtklässlerinnen aus Eystrup ist der Zug „total super“. Die Stimmung sei viel besser als im Bus und durch die Sitzanordnung, können sich hier sechs Freundinnen zusammensetzen und sich ausgiebig unterhalten. Um mit dem Schienenbus fahren zu können, nehmen diese Schülerinnen sogar einen längeren Fußweg zum Bahnhof in Kauf und verzichten somit bewusst auf die Nutzung des parallel verkehrenden Busses der Linie 32.